nordcom-medical » Der Weg zum Modell

Von der Indikation zum Planungsmodell

Ist bei gegebener Indikation die Entscheidung für die Herstellung eines Operationsplanungsmodells gefallen, folgen üblicherweise diese Schritte:

  • Angebot für den Kostenträger
  • Kostenübernahmeerklärung der Krankenversicherung
  • CT-Untersuchung
  • Datensatz übermitteln
  • Herstellung des Modells
  • Qualitätskontrolle

Wenige Tage nach Übermittlung der CT-Daten steht das Endoplan®-Planungsmodell für die OP-Vorbereitung zur Verfügung.

Anmerkung zur Kostenübernahme

(durch die Krankenversicherungen)

Die Kosten für die Herstellung eines Endoplan®-Modells sind normalerweise nicht in einer Fallkostenpauschale oder vergleichbaren Kostensätzen enthalten. Vielmehr erfolgt die Abrechnung für die Modelle nach wie vor auf Einzel-Kostenübernahmeerklärungs-Basis.
Dazu gibt es innerhalb eines Gutachtens des MDK Lübeck einen Indikationskatalog, der für die MKG-Chirurgie explizit, für alle anderen Disziplinen extrapolierbar die Indikationen nennt, für die den Kostenträgern eine Kostenübernahme dringend nahegelegt wird. Bisher haben die jeweiligen Kostenträger den Aufwand für die Herstellung eines Modells auf begründeten Einzelantrag hin immer übernommen.

Der MDK empfiehlt den Versicherungen in seinem Gutachten aber auch, die Kosten für die Herstellung eines Modells nur dann zu übernehmen, wenn die Auswertung der CT-Bilder und die Herstellung des Modells von Medizinern vorgenommen bzw. überwacht wird. Selbstverständlich genügen wir dieser Forderung uneingeschränkt.

Noch ein Wort zur Einordnung der Kosten für ein Endoplan®-Operationsplanungsmodell: Gemessen an den Gesamtkosten der Therapie, aber auch im Vergleich mit den durch seinen Einsatz nachhaltig reduzierten Folgekosten einer Erkrankung ist der Aufwand für die Herstellung eines Planungsmodells zu vernachlässigen. Aber auch hier gilt: Qualität gibt es nicht umsonst.

Die Kostenträger benötigen ein patientenindividuelles Angebot, das wir gern erstellen.

Warum nicht alles in der Klinik selbstmachen?

Die Zeit bleibt ja nicht stehen, die Entwicklung schreitet, gerade in der computergestützten Chirurgie, mit Riesenschritten voran. Die Operationsplanung am Bildschirm ist sicher ein vielversprechender Weg. Er wird aber die Planung und die absichernde Simulation am Modell nicht ersetzen können. Denn auch die Rapid-Prototyping-Methoden, auf denen die Modellherstellung aufbaut, entwickeln sich kontinuierlich fort. Damit werden solche Modelle zukünftig noch schneller und günstiger herzustellen sein. Selbstverständlich geben wir jeden Kostenvorteil sofort an unsere Kunden weiter.

Die Zeit- und Leistungsressourcen aller Klinikmitarbeiter, besonders der Ärzte, sind überall ausgereizt.

Daher ist es sinnvoll, einen zeit-, geräte- und arbeitsaufwendigen Bereich wie die Herstellung von Operationsplanungsmodellen auszulagern und an ein spezialisiertes Unternehmen zu delegieren. Praktisch alle operativen Eingriffe, für die ein Modell benötigt wird, werden lange vor der eigentlichen Operation geplant.

Auch die bildgebende Diagnostik wird meistens mehrere Wochen vor dem geplanten Eingriff durchgeführt, schon, um die Indikation zur Operation, also die begründete Zielsetzung eines komplexen Therapieverfahrens, überhaupt stellen zu können. Aus der CT-Schnittbildanalyse ergibt sich also ein Doppelnutzen: Einerseits die Diagnose selbst, darüber hinaus die Grundlage der Operationsplanung.

Bildschirm- oder modellgestützte Planung?

Die Einarbeitung in bildschirmgestützte Operationsplanungssysteme ist zeitaufwendig. Der sichere, verläßliche Umgang damit ist sicher auch eine Frage der Erfahrung, der Fähigkeiten und der praktischen Umsetzbarkeit.

Die sogenannte haptische Anmutung ist am Bildschirm überhaupt nicht zu vermitteln, also das Fingerspitzen-Gefühlte, die Möglichkeit, das Modell genau so zu behandeln wie später, während des Eingriffs, das eigentliche anatomische Substrat.

Der präoperativ am Endoplan®-Modell durchgeführte Eingriff ist in sich schon ein manifestes Dokument des Planungsziels. Das Modell kann mit den gleichen Instrumenten bearbeitet werden wie das eigentliche zu operierende anatomische Objekt.

Inhärente Stringenz - oder:

Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.

Der Umgang mit dem Modell ist letztlich handwerklich, sensorisch und konzeptionell weitgehend identisch mit dem eigentlichen chirurgischen Handeln. Die virtuelle Planung am Bildschirm stellt hingegen eine Metaebene da, in die der Chirurg sich einerseits präoperativ hineindenken, aus der er andererseits nach dort vollendeter Planung auch wieder in den echten dreidimensionalen Raum zurückgelangen muß. Das Bild von der Simulation am Bildschirm bleibt eben genau das - ein visueller Eindruck. Chirurgie ist aber Handwerk im ursprünglichsten Sinne. Die Expertise des Chirurgen zeigt sich letztlich in seiner Fähigkeit, ein Konzept räumlich-mechanisch umzusetzen. Da kommt ihm, unserer bescheidenen und völlig unmaßgeblichen Meinung nach, ein nordcom-Endoplan®-Modell wesentlich weiter entgegen als ein buntes 3D-Bild.

Planung, Simulation und Operation müssen in einer Hand bleiben!

Planung und Simulation eines Eingriffs lassen sich nicht delegieren, sie müssen von dem durchgeführt werden, der auch den Eingriff selbst durchführen wird. Der Pilot eines Verkehrsflugzeuges kann ja auch keinen Vertreter zum Training im Simulator schicken...