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Informationen für Patienten

Wozu dienen Endoplan®-Operationsplanungsmodelle?

Unfälle, schwere Knochenerkrankungen oder angeborene Wachstumsstörungen können erhebliche Veränderungen des Knochengerüstes (Skelett) zur Folge haben. Oft ist auch die Funktion der betroffenen Region beeinträchtigt.

Typische Beispiele sind Verletzungen und Veränderungen der Kiefer- und Gesichtsregion, Erkrankungen im Beckenbereich, chirurgisch schwierig zu erschließende Bereiche wie Hand- und Fußwurzelknochen.

In vielen Fällen können solche Veränderungen durch eine Operation korrigiert werden. Je nach Umfang und Schweregrad der Veränderungen stellt ein solcher Eingriff aber auch für sehr erfahrene Chirurgen eine erhebliche Herausforderung dar.

Operationsplanung am Modell

Vor komplizierten chirurgischen Eingriffen kann der Operateur eine vorgesehene Operation in allen Details an individuell für jeden Patienten hergestellten Kunststoffmodellen planen.

Er kann alle Schritte des Eingriffs simulieren, Alternativen erproben, seine Vorgehensweise mit Kollegen diskutieren und somit schließlich in einem Maße optimieren, wie es vor der Einführung dieser Technik nicht möglich war. Auch die Anpassung von Implantaten, die z.B. fehlende Knochenbezirke überbrücken, und von Osteosynthesematerial (Metallplatten, mit denen gebrochene Knochen bis zur Heilung stabilisiert werden)  kann am Modell - ohne irgendeine Belastung oder Gefährdung des Patienten - in aller Ruhe vor der eigentlichen Operation durchgeführt werden.

Die Vorteile der modellgestützten Endoplan®-Operationsplanung

Eine detaillierte, realistische Operationsplanung vermittelt dem Chirurgen nicht nur visuell, also vom Anblick her, ein Bild von dem, was ihn während der Operation erwartet, sondern gibt ihm auch einen räumlichen Begriff davon - im wörtlichen Sinn.

Bei aller Technik - es ist und bleibt noch für lange  Zeit das Fingerspitzengefühl, die feinmotorische Fertigkeit, und schließlich das Wissen und Können, das einen guten Chirurgen auszeichnet. Und je besser der vor einer anspruchsvollen Operation weiß, was ihn erwartet und was er zu tun hat, umso besser wird das geplante Ergebnis ausfallen.

Endoplan®-Operationsplanungsmodelle ermöglichen

  • optimale Resultate - ästhetisch und funktionell
  • kurze Operationszeiten
  • reduziertes Risiko

Technisches

Die Modelle werden mit sogenannten Rapid-Prototyping-Methoden hergestellt. Sie können bei der Operationssimulation mit den gleichen Instrumenten  bearbeitet werden, wie sie auch während des eigentlichen Eingriffs eingesetzt werden.

Aus hochauflösenden CT-Schnittbildern wird mit Computerhilfe ein rechnerisches 3D-Modell der darzustellenden Region erzeugt. Dieses dient dann der computergesteuerten Fertigung des eigentlichen Modells. Die digitale Verbindung von der Computertomographie bis zum fertigen Modell gewährleistet die sehr hohe geometrische Präzision.

Wenn Sie selbst betroffen sind...

Wenn Sie als Patient - oder als Angehöriger oder Freund eines Betroffenen - Fragen zum Thema Operationsplanungsmodelle haben, sprechen Sie uns bitte an.

Noch besser aber ist es, ggf. Ihren behandelnden Arzt auf diese Informationsseite hinzuweisen und ihn zu fragen, ob der Einsatz eines Operationsplanungsmodells für Sie in Frage kommt. Im Menüpunkt "Der Weg zum Modell" finden Sie weitergehenden Informationen.

Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, daß wir keinerlei Auskünfte und Stellungnahmen zu Behandlungsmöglichkeiten oder allen anderen Aspekten eines individuellen Falles geben - diese Themen sind allein dem Gespräch zwischen Arzt und Patient vorbehalten.